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AERO 2023

Die Innovationen in der Welt der Allgemeinen Luftfahrt sind es, die Jahr für Jahr zehntausende Piloten und Luftfahrtinteressierte nach Friedrichshafen am Bodensee locken. In der aktuellen Ausgabe der AERO (19.-23.4.2023) präsentierten 670 Aussteller aus 35 Ländern zur Zufriedenheit der 27.200 Besucher Bewährtes und auch Neues - parallel dazu bot die Messe auch eine Bühne für zahlreiche Fachvorträge zu den unterschiedlichsten Themenbereichen.

Beim Gang durch die Ausstellungshallen fällt die zunehmende Anzahl an UL-Helikoptern auf. Vor einigen Jahren noch mit etwas Skepsis betrachtet, machen die ultraleichten und leichten Drehflügler inzwischen einen recht erwachsenen Eindruck. Hier wiederholt sich deutlich sichtbar eine Entwicklung, wie sie sich bei den Flächen-ULs vor 20 Jahren vollzogen hat.

In die Entwicklung alternativer und umweltfreundlicher Antriebstechnologien wird speziell im Segment der Leicht- und Ultraleichtflugzeuge weiterhin viel Kraft (und vermutlich auch Geld) investiert. Nicht weniger als 50 Aussteller präsentierten in diesem Jahr mehr oder weniger serienreife Produkte. Leistungsfähige Elektromotoren bewegen sowohl bei den klassischen Fixed Wings, als auch bei den drohnenähnlichen Senkrechtstartern die Propeller, die Energie liefern entweder Akkus oder Wasserstoff-Brennstoffzellen bereit. Es soll bereits Flugplätze geben, die über E-Tankstellen für diese künftige Verbrenner-Alternative nachdenken...

In der Businessfliegerei, wo größere und leistungsstärkere Antriebe erforderlich sind, schaut es dagegen anders aus. Hier stellt sich eine Umstellung auf neue Triebwerkstechnologien erwartungsgemäß schwieriger dar. So reduzieren sich die Bemühung um mehr Nachhaltigkeit hier aktuell im Wesentlichen auf Diskussionen über "E-Fuels". Wann und in welchem Umfang solche zur Verfügung stehen werden, steht jedoch in den Sternen. E-Fuels werden hier immer weder als Lösung ins Feld geführt, aber wie realistisch ist das? Selbst die aktuell im Bau befindliche, derzeit weltweit größte Anlage in Chile wird nach ihrer Fertigstellung gegen Ende des Jahrzehnts einen jährlichen Produktionsausstoß erreichen, der etwa einem Prozent dessen entspricht, was die BRD p. a. an Verbrennerkraftstoffen zu Lande, zu Wasser und in der Luft verbraucht. Und der Anteil der BRD am weltweiten Verbrauch von Verbrenner-Kraftstoffen beträgt 2-3%.

Wetterbedingt hielten sich in diesem Jahr die meisten Besucher lieber innerhalb der Messehallen auf, was den größeren Flugzeugen auf dem Freigelände diesmal etwas weniger Aufmerksamkeit eingebracht hat. Dafür gab es in der Halle A2 drei Tage lang die erstmals 2022 eingeführte Fachausstellung AERODrones zu besichtigen - und hier nicht nur Spiel-, Sport- und Hobbydrohnen sondern auch (teilweise erstaunlich große und schwere) UAVs, wie sie bereits heute bei Polizeien, Feuerwehren und Rettungskräften Verwendung finden.

Nachdem die Anreise mit dem eigenen Flugzeug in den vergangenen Jahren in Pilotenkreisen immer wieder kritisch bewertet wurde, waren für 2023 Verbesserungen in den Abläufen angekündigt, die Segelfliegergruppe Markdorf e.V. hat ihr Segelfluggelände als Messeflugplatz für ULs angeboten, mit einer Landegebühr von 20 EUR incl. Shuttleservice zur Messe eine Alternative zum stark frequentierten Flughafen Friedrichshafen. Im weiteren Umland boten sich auch die Flugplätze Mengen, Konstanz und Leutkirch an.

Die nächste Aero findet am 17.-20. April 2024 statt.

Text und Bilder: Gerhard Schmid

Seit 1996 baut ELA Aviacion aus Spanien Gyrocopter. Das Topmodel ELA 10-Eclipse mit 115 Rotax Turbo PS trägt 2 Personen mit 160 km/h über 600 km weit - mit viel Comfort und geschützt vor Wind und Wetter.

Eine ganze Halle voll mit UAVs, oder auch Drohnen, um eine gebräuchlichere Bezeichnung zu verwenden. Dass diese ferngesteuerten Copter weit mehr als Spielzeug sein können, wurde spätestens an den Messeständen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten klar.

Den Propeller dreht ein Elektromotor, den Strom liefern Brennstoffzellen, gespeist mit grünem Wasserstoff. Das ist das von der Bundesregierung geförderte Projekt TAIFUN 17H2, das im Herbst 2023 bereit für den Erstflug sein soll.

1949 feierte das Aerocar von Molt Taylor in den USA seinen Erstflug und seither gibt es immer wieder Versuche, Flugautos als Kombifahrzeug für Straße und Luft zur Serienreife zu bringen. PAL-V aus Holland verfolgt diese Vision aktuell mit dem Modell "Liberty", das seit 2020 zumindest über eine Straßenzulassung verfügt.

Wie eine Requisite aus einem Star Wars Film wirkt das eVTOL eMagic One. Das elektrisch betriebene, einsitzige UL vereint Flächenflugzeug und Copter. Testflüge wurden bereits erfolgreich absolviert, eine Produktion ist nach Angaben des Herstellers sowohl als Bausatz, als auch als flugfertiges Ultraleicht vorstellbar.
Zwischen Innovationen und Zukunftsvisionen eine wohltuende Zeitreise in eine Ära, in der Flugzeuge aus Holz und Aluminium und Motoren sternförmig waren. Eine Gruppe Enthusiasten baut unter Aufsicht der OUV diese Messerschmitt M35 originalgetreu nach Plänen aus dem Jahr 1933/34.
Ohne Zweifel ist die Sehkraft der wichtigste Sinn des Menschen und insbesondere für Piloten. Daran gemessen wird über Augenschutz meist zu wenig nachgedacht. Pilotensonnenbrillen der schweizer Firma CARUSO schützen das Auge nicht nur vor UV-, sondern auch vor schädlichem Blaulicht und sind damit für Piloten ebenso wichtig wie ein gutes Headset.

Als erster Hersteller hat Pipistrel mit dem Modell Velis Electro einen in bereits 30 Ländern zertifizierten Zweisitzer mit Elektroantrieb anzubieten. Mit einer Flugzeit von bis zu 50 Minuten dürfte dieses UL vor Allem für Flugschulen interessant sein.

Als einziges Flugzeug aus der Zeit des zweiten Weltkriegs fand diese Beech AT-11 Kansan einen Platz auf der AERO. Abgeleitet aus der zivilen Beechcraft Model 18 fand die Kansan Verwendung in der Ausbildung von Bomber-Crews.
Der Elektromotor der Velis Electro leistet emissionsfreie 57,6 KW, das entspricht knapp 80 PS. Mit 60 dBa innen wie außen ist der Antrieb zudem äußerst geräuscharm. 100 kcas max. Cruise und 172 kg Zuladung entsprechen bisherigen Verbrenner-ULs. Einziges Manko ist aktuell die noch begrenzte Reichweite.
Retro ist schick... neben ihrem Tandemsitzer A50 brachten die Junkers Flugzeugwerke in diesem Jahr auch den kurz vor der Flugerprobung befindlichen Side-by-Side-Sitzer A60 zur Messe. Angetrieben wird der Wellblech-Tiefdecker von einem Rotax 912iS mit 100 PS.
Den Dynali H3 Helikopter gibt es für Buschpiloten spartanisch bestuhlt, dafür ausgerüstet mit Aluminiumkoffer und Klappspaten ab 178.500 EUR zzgl. Steuer.
Die Dachsel GmbH repariert Flugmotoren und ist beständiger Publikumsmagnet bei der AERO, übt doch ein Sternmotor oder ein mächtiger V-12 wie der Daimler Benz DB 601 A immer eine besondere Faszination auf Luftfahrtbegeisterte aus.
TL Ultralight aus der Tschechischen Republik hat sein "Fightercockpit-UL" Stream mit einer 241 HP Turbine zum Stream Turbo gemacht. Bis zu 367 km/h schnell verspricht verspricht der Hersteller maximales Flugvergnügen. Bei einem Verbrauch von 60l/h Jet A-1 hat dieses Vergnügen auch seinen Preis. Mit einem MTOW von 800 kg ist die kleine Turboprop dann auch kein Luftsportgerät mehr...
 

 

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