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Intrepid Sea, Air & Space Museum

Im lauten und hektischen Manhattan gibt es nicht nur Wolkenkratzer, sondern auch für Marine- & Luftfahrtfans ein echtes Highlight. Das Intrepid Sea, Air & Space Museum bietet um den 1943 gebauten (und 1974 außer Dienste gestellten) Flugzeugträger ein buntes Sammelsurium aus den Bereichen Marine, Luftfahrt und Raumfahrt. Zwischen 2006 und 2008 war das Museum geschlossen und der Träger der Essex-Klasse wurde runderneuert. Nach der Renovierung kamen mehr und mehr Ausstellungsbereiche hinzu, die wenig mit dem ursprünglichen Zweck zu tun haben - aber für die Entwicklung der Besucherströme aus aller Welt sicher positiv sind.

33 USD Eintritt sind schon ein wenig happig, aber dafür werden auch Exponate wie ein U-Boot, die berühmte BAE Concorde und sogar seit 2012 mit dem amerikanischen Space Shuttle "Enterprise" eine der amerikanischen Raumfähren geboten. Eine Abhandlung über den Träger selber finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/USS_Intrepid_(CV-11)

Für Airventure war Stefan Schmoll in New-York. Laufende aktuelle Infos finden Sie unter https://www.intrepidmuseum.org/

Im Bauch des Trägers sind auf dem Hangardeck einige Flugzeuge ausgestellt.  Die Grumman Avenger Torpedobomber gehörten im II Weltkrieg zu den ersten Flugzeugtypen, die auf der USS Intrepid stationiert waren.
Die North-American FJ-3 Fury war ab 1957 auf der USS Intrepid stationiert. Sie ist eine aus der bekannten F-86 abgeleitete Version für den Flugzeugträgereinsatz.
Im Gegensatz zu der Raumfähre auf dem Flugdeck passt die Mercury Kapsel (ein Nachbau) tatsächlich auf den Träger. Mitte der sechziger Jahre war die Intrepid als Bergungsträger für das Gemini Raumfahrtprogramm unterwegs.
Auch schön - der Flugzeugträger aus LEGO inklusive passender Flugzeuge.
Einen guten Überblick über das Flugdeck kann man sich von der "Insel" - dem Kommandoturm eines Flugzeugträgers - machen.
Hebel und Schalter aus Messing - man fühlt sich fast wie bei "Jules Verne". Auf jeden Fall sieht man dem Träger an, dass er noch aus dem analogen Zeitalter stammt.
Ein weiterer Blick auf das Innenleben der Insel. Unterhalb der Brücke sind die Räume der Aufklärung und Radarbeobachtung untergebracht. Spannend ist das nicht nur für Marinefans.
Während unseres Besuches war zu Beginn ein mehr als bescheidenes Wetter - aber zum Glück ist so ein Flugzeugträger Innen ja wasserdicht.
Von der Insel aus hat man einen guten Überblick über die auf dem Flugdeck ausgestellten Flugzeuge & Hubschrauber. Das Panorama mit den Wolkenkratzern im Hintergrund ist schon beeindruckend.
Tatsächlich besteht die Sammlung mittlerweile aus einem sehr bunten Sammelsurium an Flugzeugen. Grün und blau lackierte MiGs haben auf jeden Fall recht wenig mit den amerikanischen Marinefliegern zu tun.
Die Grumman F-9 Cougar aus dem Jahr 1952 ist eine Weiterentwicklung aus der 1947 entstandenen "Panther" - einem der ersten Träger gestützten Jets der Luftfahrtgeschichte. Knapp 2000 Exemplare wurden für die amerikanischen Seestreitkräfte produziert.
Vorne haben wir die Grumman E-1B Tracer, einer der zahlreichen Radar-Aufklärer, der auf amerikanischen Flugzeugträgern eingesetzt worden ist.
Zwischen 1957 und 1969 setzte die bekannte Kunstflugstaffel https://en.wikipedia.org/wiki/Blue_Angels die Grumman F-11 ein. Ansonsten blieb der schlanke Jäger relativ unbekannt - lediglich 199 F-11 wurden in den fünfziger Jahren gebaut.
Eine Israel Aircraft Industries Kfir auf einem amerikanischen Flugzeugträger? Tatsächlich passt das, denn US NAVY und Marine-Corps nutzten ein Dutzend Exemplare in den achtziger Jahren als "Feinddarsteller". Bei der Kfir handelt es sich übrigens um eine Weiterentwicklung der französischen Dassault Mirage 5.
Nach der Ausmusterung vor rund 10 Jahren sollten alle fliegenden amerikanischen Grumman F-14 verschrottet werden. Zum Glück sind mehrere Dutzend in Museen erhalten. Hier sehen sie die siebte gebaute F-14. Sie wurde lange als Testflugzeug eingesetzt.
Neben all den strahlgetriebenen Kampfflugzeugen sind auf der USS Intrepid auch einige Hubschraubertypen zu besichtigen.
Zwischen 1956 und 1964 wurden 519 Exemplare der McDonnell F3H Demon bei der US NAVY eingesetzt. Der Erstflug des Jägers fand bereits 1951 statt. Lediglich drei Exemplare sind heute in amerikanischen Museen ausgestellt. Der recht unbekannte Typ war der Wegbereiter für ein wahrlich epochales Flugzeug -...
... und zwar für die McDonnell F-4 Phantom. Mehr als 5000 Phantom wurden bis 1980 gebaut und bei den Streitkräften in einem Dutzend Länder eingesetzt. Man vergisst oft, dass die weltbekannte Phantom ursprünglich als Trägerflugzeug für die US-NAVY entwickelt worden ist.
Auch die amerikanische Marine setzt bis heute auf den vor fünf Jahrzehnten in Großbritannien entwickelten Harrier Senkrechtstarter. Leider wurde der Typ bei der RAF bereits vor einigen Jahren ausgemustert.
Auch die Vought F-8 Crusader wurde auf der USS Intrepid eingesetzt. Sehen Sie am Bug die Maschinenkanonen- Die Crusader war der letzte amerikanische Jäger, der diese fest installierten Kanonen als Hauptwaffe hatte.
Keine Lockheed SR-71, sondern der Vorgänger A-12 ist auf der Intrepid zu bestaunen. Mehr über die kurze - aber spannende - Geschichte finden Sie hier https://en.wikipedia.org/wiki/Lockheed_A-12
Auch die hierhin verfrachtete Concorde erwies sich als zusätzlicher Zuschauermagnet. Passt zwar eigentlich nicht ins ursprüngliche Konzept, macht aber den Touristen aus aller Welt umso mehr Freude.
Die USS Growler wurde 1958 als U-Boot für Marschflugkörper eingeführt und bis 1964 vom Heimathafen auf Hawaii im Pazifik eingesetzt. Bis 1980 war sie eingemottet und sollte eigentlich als "Zieldarsteller" dienen und versenkt werden. Man entschied sich jedoch für den Erhalt und seit 1988 ist sie neben der USS Intrepid in Manhattan zu besichtigen.
Das Schiff hatte bis zu vier SSM-N-8A Regulus Marschflugkörper an Bord, die mit einem Nuklearsprengkopf ausgestattet waren. Die Atomwaffe konnten jedoch im Ernstfall nur von einem aufgetauchten U-Boot abgeschossen werden, deswegen wurde ab Mitte der sechziger Jahre auf die "Polaris" Raketen als Abschreckung gesetzt, die auch von tauchenden U-Booten gestartet werden konnten.
 

 

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